Gute Pflege braucht Zeit – vor allem Zeit für persönliche Zuwendung. Das oberste Ziel einer jeden Klinik ist es, das Wohlergehen und die Gesundheit ihrer Patienten zu fördern. Auch Pflegeeinrichtungen sollen hilfebedürftige Bewohner nicht nur durch gesundheitserhaltende Maßnahmen versorgen, sondern ihnen vor allem auch ein Leben in Würde und ermutigender Gesellschaft ermöglichen.
Doch gerade der Pflegedienst muss sich wachsenden Herausforderungen stellen: Auf personell stark ausgelasteten Stationen ist der Berufsalltag der Pflegekräfte von überaus beanspruchenden Arbeitsbedingungen geprägt. Viele Tätigkeiten müssen koordiniert und mit hohem Dokumentationsaufwand bewältigt werden, es müssen häufige Unterbrechungen im Arbeitsablauf in Kauf genommen werden und gleichzeitig wachsen die Ansprüche von Patienten und Angehörigen.
Die daraus resultierende Daueranspannung lässt nicht nur die pflegerische Arbeit weniger attraktiv erscheinen, sie geht vor allem auch zu Lasten eines der zentralen Aspekte der Pflege: der menschlichen Zuwendung. Dabei erkennen die Pflegenden genau hierin die ursprüngliche Motivation für ihre Arbeit: Sie sehen ihren Beruf als eine höchst sinnstiftende, helfende Tätigkeit, in deren Mittelpunkt der Mensch steht.
Das Ziel ist daher, Pflegekräfte zu entlasten, die Kommunikation zwischen ihnen und den Patienten zu verbessern, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und wieder mehr Raum für Zuwendung zu schaffen.