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MANV-Alarmierung mit DAKS®

Ein Massenanfall von Verletzten (MANV) ist eine Lage, bei der die Zahl der Verletzten die sofortige Versorgungskapazität übersteigt. Auslöser können beispielsweise Verkehrsunfälle, Anschläge, Krieg oder Umweltkatastrophen sein. Während diese glücklicherweise selten auftreten, müssen sie geübt und technisch perfekt vorbereitet sein, denn innerhalb weniger Minuten muss eine Wandlung vom Regelbetrieb zur strukturierten Ausnahmesituation stattfinden.

Beim MANV geht es nicht so sehr um die Menge der alarmierten Personen, sondern um einen kompletten Systemwechsel.

MANV und KAEP

Schematische Darstellung der drei zentralen Säulen der MANV-Alarmierung

Tipp: Bild zum Vergrößern anklicken

MANV ist der Krankenhausalarm- und -einsatzplanung (KAEP) untergeordnet und dient zur Regelung der Versorgung bei einem Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten. Die KAEP betrifft dabei sowohl das Krisenmanagement als auch allgemeine Vorgehensweisen und Handlungsanweisungen für Notfallsituationen, die den täglichen Krankenhausbetrieb übersteigen.

Bei der KAEP handelt es sich um die systematische Vorbereitung eines Krankenhauses auf außergewöhnliche Ereignisse wie Brände, Cyberangriffe oder eben Massenanfälle von Verletzten, um die medizinische Versorgung und Sicherheit zu gewährleisten.

Schematische Darstellung von MANV als Bestandteil der KAEP

Vom Regelbetrieb zum MANV-Betrieb: Die kritische Phase der Alarmauslösung

Gerade bei großen Kliniken sind die Handlungsabläufe und Entscheidungsprozesse zu Beginn einer Alarmierung zunehmend komplex. Der Zeitdruck, in möglichst kurzer Zeit die klinischen Strukturen vom Routinebetrieb auf die Bewältigung eines MANV umzuwandeln, bedeutet für die initialen Entscheidungsträger immer enormen Stress.

Oft erfordert bereits die Vorbereitung auf den Alarm kostbare Zeit und der weitere Ablauf ist weitestgehend unstrukturiert oder gar chaotisch. So gibt es zum Beispiel Fälle, in denen so viele Personen wie möglich alarmiert werden und erst, wenn alle vor Ort sind, entschieden wird, wer wofür eingesetzt werden kann. Dabei stellt sich womöglich heraus, dass einige Personen umsonst alarmiert wurden und gar nicht gebraucht werden.

Insbesondere bei einer MANV-Alarmierung ist es wichtig, den Gesamtablauf nicht außer acht zu lassen, also auch auf die Vorbereitung und auf die Datenpflege zu achten. Die drei Säulen der MANV-Alarmierung müssen wie eine Waage im Gleichgewicht stehen, damit im Notfall alles reibungslos abläuft und schnell gehandelt werden kann.

Häufig gestellte Fragen zum Thema MANV

Ist unsere Klinik auf einen Massenanfall von Verletzten organisatorisch vorbereitet?

Studien zeigen, dass gerade die ersten Minuten über Struktur oder Chaos entscheiden. Ein MANV stellt innerhalb kürzester Zeit hohe Anforderungen an die Prozesse und Kommunikationsabläufe einer Klinik. Entscheidend ist, dass Alarmierungs- und Führungsstrukturen auch unter hoher Belastung zuverlässig funktionieren. Regelmäßiges Üben macht Mitarbeiter mit den Abläufen vertraut und weist auf etwaige Probleme in den festgesetzten Abläufen hin.

Wie stellen wir sicher, dass im Ernstfall die richtigen Personen schnell und zuverlässig erreicht werden?

Besonders bei MANV-Lagen entstehen schnell Kommunikationsprobleme zwischen Leitstelle, Klinik, Krisenstab und Fachbereichen. Oftmals wird noch einmal nachalarmiert, wenn sich nicht genügend Personen zurückgemeldet haben. Hier fehlt klar die Struktur im Ablauf der Alarmierung.

DAKS unterstützt dabei, Daten richtig zuzuordnen und Abläufe klar vorzubereiten, zu strukturieren und zu überwachen. Regelmäßiges Üben ist auch hier von entscheidender Bedeutung.

Können bestehende Abläufe auch bei plötzlich steigenden Patientenzahlen sicher aufrechterhalten werden?

Ein MANV verändert innerhalb weniger Minuten die gesamte Versorgungssituation eines Krankenhauses. Um auch im Falle eine Überlastung handlungsfähig zu bleiben, muss flexibel koordiniert werden können. Verschiedene MANV-Stufen unterstützen bei der ersten Einschätzung, aber Personal, Ressourcen und Kommunikationswege müssen flexibel bleiben, um entweder weitere Kräfte anzufordern oder an umliegende Kliniken auszulagern.

Der Alarmserver DAKS gibt hier Struktur vor und kann bei Übungen sehr schnell Medienbrüche sichtbar machen.

Wie hilft DAKS® bei der MANV-Umsetzung?

DAKS hilft vor, während und nach der MANV-Alarmierung

Ohne DAKS sind Abläufe im MANV-Fall häufig nicht eindeutig strukturiert. Die Wandlung vom Regel- in den Ausnahmebetrieb nimmt viel Zeit in Anspruch, Alarmierungen erfolgen verzögert und es werden oftmals mehr Personen alarmiert als am Ende tatsächlich erforderlich sind. Dadurch entstehen unnötige Verzögerungen in der Einsatzkoordination.

Mit DAKS werden Prozesse klar definiert und Abläufe standardisiert, was die Alarmierung deutlich beschleunigt. Benachrichtigt werden ausschließlich die Personen und Funktionen, die für die jeweilige Lage benötigt werden. Gleichzeitig ermöglicht die Protokollierung aller Maßnahmen eine transparente Nachvollziehbarkeit der Abläufe.

Besonders deutlich zeigt sich der Vorteil in der Reaktionszeit: Während die Alarmierungsphase ohne DAKS im Durchschnitt erst nach 27 Minuten beginnt, kann mit DAKS bereits ab ca. zehn Minuten nach Eintreffen der Mitteilung an die Zentrale Notaufnahme (ZNA) der Alarm ausgelöst werden. So können frühzeitig und effizient alle notwendigen Vorbereitungen für das Eintreffen der Patienten getroffen werden. Auch nach der Alarmierung spielt DAKS eine entscheidende Rolle, denn alle Anrufe und Abläufe werden automatisch protokolliert.

(Quelle: Klicken Sie hier)

Zeitstrahl-Gegenüberstellung der benötigten Zeit bis zur Auslösung des MANV-Alarms ohne DAKS und mit DAKS

Abbildung und Umsetzung wichtiger Kommunikationsabläufe

Für die Abbildung von MANV-Lagen und Personengruppen im DAKS-System hat sich folgende Zuordnung bewährt: Die DAKS-Szenarien enthalten Rundrufgruppen, welche wiederum die verschiedenen Teilnehmer enthalten; jeder Teilnehmer hat ein oder mehrere Endgeräte. Diese mehrstufige Struktur ermöglicht es, alle denkbaren MANV-Lagen flexibel und direkt abzubilden.

Benötigte FunktionalitätWie sie in der DAKS-Logik abgebildet werden kann
KAEP/MANV-Stufen

Verwendung von DAKS-Szenarien

Kategorisierung/Lage

Einteilung in Rundrufgruppen

Unterteilung nach Fachgruppen
(Techniker, spezialisierte Ärzte, etc.)

Zuweisung der Teilnehmer zu Skill- und Funktionsgruppen

Verbindungstypen

Zuweisung von Endgeräten zu den Teilnehmern

DAKS-Kommunikationshierarchie

Datenpflege als wichtiger Erfolgsfaktor

Wenn ein MANV-Alarm nicht reibungslos abläuft, kann das häufig daran liegen, dass Alarm- und Einsatzpläne nicht regelmäßig genug aktualisiert werden. Bei kleineren Kliniken kann es vorkommen, dass bereits bei vorbereitenden Maßnahmen gegen interne Gefahrenlagen nicht ausreichend vorgesorgt wird, wie z. B. beim Ausfall technischer Anlagen.

Häufige Fehlerquellen bei MANV-Alarmen umfassen dabei veraltete Rufnummern, ausgeschiedene Mitarbeiter, Endgerätewechsel, fehlende Aktualisierungen und unvollständige Zuordnung von Daten und Aufgaben. Die Lösung: regelmäßiges Üben und regelmäßige Datenpflege und -Aktualisierung. Das Üben deckt nämlich auf, wo genau die Prozesse optimiert werden müssen, es macht Beschäftigte mit den Abläufen vertraut, schafft Routine und stellt festgelegte Verfahren auf den Prüfstand.

Unser Datenimport-Tool bietet noch weitere Vorteile. Es sorgt für einen vollautomatischen Import der vorliegenden Daten und eine einmalige Vorlagen-Erstellung reicht aus, um auch künftig für aktuelle, zuverlässige Daten in Ihrem System zu sorgen.

MANV-"Komfortpaket(e)"

KAEP/MANV kann mit DAKS bereits im Standardumfang von DAKSpro V9mit den Modulen Rundrufe & Alarmierungenund Konferenzensowie einer Bereitschaftsdienstnummer umgesetzt werden.

Je nach Bedarf stehen zusätzlich verschiedene Komfortpakete zur Verfügung, beispielsweise:

  • für 'Visualisierung und Performance' mit DAKS-IoT-Dashboards, Bereitschafts­dienstprofilen und Text-to-Voice,
  • für 'Organisation und Workflow' mit Szenarien und Funktionsgruppen oder
  • für 'automatisiertes Datenmanagement' via Datenimport und Verwaltung von über 3.000 Teilnehmern.

Ergänzend können weitere Komponenten wie digitale Schockraum­alarmierungoder ein Bürgertelefonintegriert werden.

DAKS-Module für KAEP/MANV: Was benötigen Sie für die Umsetzung?

Vergleichsgrafik: MANV-Alarmierung mit DAKS-Standard-Funktionen und mit Komfortpaketen

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